Burg und Schloss Hellenstein

Jedem, der nach Heidenheim kommt, fällt zuerst das Schloss ins Auge. Wie ein Beschützer thront das Wahrzeichen der Stadt auf dem Hellensteinfelsen. Die ursprüngliche Stauferburg wurde zwischen 1130 und 1145 erbaut, jedoch bei einem Brand im Jahre 1530 fast völlig zerstört. Nur noch die Ruinen des so genannten Rittersaals sind davon übrig geblieben. Sie bilden heute den stimmungsvollen Rahmen für die jährlich stattfindenden Opernfestspiele.

Vor diesem mittelalterlichen Gebäudekomplex ließ Herzog Friedrich I. von Württemberg ein Renaissanceschloss bauen. Der Fruchtkasten des Schlosses beherbergt heute das Museum für Kutschen, Chaisen und Karren. Auf vier Etagen wird hier die Geschichte des südwestdeutschen Landverkehrs mit rund 80 Fahrzeugen dokumentiert. Ein Highlight der Ausstellung ist das älteste Taxi Deutschlands, eine Motordroschke aus dem Jahr 1898.

Zudem befindet sich auf dem Schlossgelände das Museum Schloss Hellenstein. Hier werden ausgewählte Stücke aus den Sammlungsbeständen der Historischen Museen der Stadt Heidenheim gezeigt. Neben einer Übersichtsdarstellung der Stadtgeschichte im Zeughaus sind im Herzoglichen Leibstall wechselnde Sonderausstellungen und in der Schlosskirche gotische und barocke Kirchenkunst zu besichtigen.