Knöpfleswäscherin-Brunnen

Der „Knöpfleswäscherin“-Brunnen belebt den Platz vor dem Elmar-Doch-Haus.
Der Bildhauer Albrecht Kneer schuf diese originelle Bronzeplastik, die 1984 der Öffentlichkeit übergeben wurde, nach folgender Anekdote:
Eine hiesige Bürgerin wollte einst ihrem Mann einen Korb voller Knöpfle, einer einheimischen Hefeteig-Spezialität, die entfernt mit Dampfnudeln vergleichbar ist, in die Fabrik bringen. Unterwegs stolperte sie und Korb nebst Knöpfle lagen auf der Straße. Die Frau war um eine schwäbisch-pragmatische Lösung des Problems nicht verlegen, wusch die Knöpfle in der Brenz und brachte sie ohne viel Aufhebens ihrem Mann. Dem schmeckten die Knöpfle und er bemerkte auch gar nichts. Seit damals haftet den Heidenheimern daher der Beiname „Knöpfleswäscher“ an.

Knöpfle - Das Rezept!

Wie bei allen Rezepten gibt es auch bei der Knöpfleszubereitung feinste regionale Unterschiede. Das folgende Rezept bezieht sich auf die typischen Heidenheimer Hefeknöpfle.

Zutaten:
    30 g frische Hefe
    ¼ Liter Milch
    500 g Mehl
    1 Prise Zucker
    1 Ei
    1 Teelöffel Salz
    50 g Butter
    Semmelbrösel
    30 g Butter

Und so werden Knöpfle gemacht:
Die frische Hefe zerbröseln und in einer kleinen Schüssel mit 5 Esslöffel lauwarmer Milch, 3 Teelöffel Mehl und einer Prise Zucker zu einem Vorteig verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Die restliche Milch und das Mehl in eine Schüssel geben. Das Ei, Salz, 50 g Butter und den gegangenen Vorteig zufügen und alles zu einem Teig verarbeiten. Den Teig mit einem Küchentuch bedecken und ca. 20 Minuten gehen lassen. Nun 8 – 10 Knöpfle (Kugeln) formen, nochmals kurz ruhen lassen und dann in siedendem Salzwasser, 30 Minuten garen.
Semmelbrösel in 30 g Butter bräunen, über die fertigen Knödel geben und mit viel Soße genießen. In Heidenheim werden je nach Größe des Topfes ein oder zwei große Knöpfle gemacht und in siedendem Salzwasser gegart. Die Garzeit beträgt 30 Minuten. Die fertigen Knöpfle werden mit einem Bindfaden in  1 - 2 cm dicke Scheiben geschnitten.

Tipp: Während des Garens darf der Topf nicht geöffnet werden.